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3. Heutige Reste des Schlosses

Heute sind nur noch umgebaute Gebäudeteile des ehemaligen Pettersheimer Schlosses vorhanden. Dazu zählt das Doppelhaus Hirsch/Aulenbacher, das 1817 Förster Gasko gehörte und am 23. Sep­tember 1817 im Anzeiger von Kaiserslautern zur Versteigerung angeboten wurde. Nach diesem Text „bestand das zweistöckige Haus aus sieben Zimmern, einem Saal, zwei Speichern, einem Keller, ei­ner großen Scheune, großen Stallungen, einem Hausplatz und Garten. Dieses Haus mache „ei­nen Teil des ehemaligen Lustschlosses aus"|88) und könne zu allen denkbaren Gewerben, besonders als Bierbrauerei oder Gerberei genutzt werden, da es an der großen Straße und an einem Bach gele­gen sei. Auch die südliche Hälfte des Hauses der Familie Weber bildete einen Teil des Schlosses. Nach seiner Lage müßte es der Rest eines Verbindungstraktes zwischen den Hauptgebäuden des Schlosses darstellen. Im Garten dieser Familie befinden sich noch Fundamente des ehemaligen Schlosses.

Einzelne Reliefsteine, die nach der Versteigerung des Schlosses zum Hausbau verwendet wurden, fin­det man noch.

Zum Schluß möchte ich in einem Gesamtüberblick die Geschichte des Schlosses Pettersheim zusam­menfassen: Die im Jahre 1387 erstmals urkundlich erwähnte Wasserburg im Besitz der Veldenzer Grafen kam 1409 durch Heirat an Pfalz-Zweibrücken. In diesem Jahrhundert wurde die Burg an Lehensmänner verliehen, war dann aber nach Baumaßnahmen der Herzogin Elisabeth seit 1539 deren Witwensitz und nach einem Umbau durch Elisabeths Schwiegertochter Anna von Hessen auch deren Aufent­haltsort. Auch die Schultheißen des Amtes Konken hatten in Schloß Pettersheim ihren Wohnsitz. Das Schloß diente seit etwa dem 17. Jahrhundert den Zweibrücker Herzögen als Jagdschloß. Die äl­teste erhaltene Nachricht über eine Jagd in Pettersheim ist auf das Jahr 1608 datiert. Der 30-jährige Krieg und die Reunionskriege Ludwig XIV. brachten großes Unheil über die Pettersheimer Bevölke­rung und das Schloß, das während dieser Zeit große Schäden aufwies. Das folgende Jahrhundert schien verheißungsvoller zu werden. Nachdem das Schloß von 1723 bis 1753 Mannlehen der Familie Hoffmann war, fiel es wieder an Pfalz-Zweibrücken zurück und erblühte unter der Regentschaft Herzog Christian IV. Dieser ließ das alte Schloß niederreißen, und in den Jahren 1759 — 1768 ent­stand ein prächtigerer Bau mit großen Gartenanlagen. Schloß Pettersheim wurde neben Jägersburg/Saar eine beliebte Nebenresidenz des Herzogs, so daß auch dessen Lieblingsneffe Prinz Maximilian Joseph, der am Hofe Christian IV. erzogen und später Bayerns erster König wurde, hier einen Teil seiner Jugend verbrachte. Mit dem Tode Christian IV. im Jahre 1775 legte sich ein Schat­ten über das Schloß, da der jetzige Herzog Karl II. August seine Nebenresidenz vernachlässigte und am 24. Juli 1793 das Schloß von den französischen Revolutionstruppen völlig ausgeplündert und ver­wüstet wurde. Um zu verhindern, daß die letzten brauchbaren Gebäude von der Bevölkerung illegal abgetragen werden konnten, ließ man die restlichen Gebäude am 18. März 1796 versteigern. Reste des Schlosses sind heute kaum noch zu erkennen. Es existieren nur noch umgebaute Gebäudeteile des Schlosses, im Garten der Familie Weber wurden Fundamente des Herrschaftshauses gefunden, der Besitz Aulenbacher verfällt. Eine Sanierung des letztgenannten Gebäudes wäre dringend nötig. Auch ist sich die hiesige Bevölkerung kaum mehr bewußt, welche Geschichte ihr Dorf hat. Die junge Gene­ration aus Herschweiler-Pettersheim weiß fast nichts über das Schloß, den Jugendlichen aus den Nachbardörfern ist das ehemalige Schloß völlig unbekannt.

 

 

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